Frage zu Splitgrade

Hallo liebes SPUR Team, seit einiger Zeit verwende mit großen Erfolg eure Acurol und Straight Black Entwickler.

Ist evtl. auch eine Zusammenarbeit mit der Firma Heiland angedacht? Ich bin der festen Überzeugung, dass die Ergebnisse noch besser und präziser sein würden. Computergesteuerte Werte lassen sich meiner Meinung nach viel besser reproduzieren, als manuell eingestellte Werte.

Heribert Schain: Bei SPUR Straight Black ist eine Splitgrade-Eineichung wahrscheinlich etwas schwieriger als bei herkömmlichen Positivprozessen. Das liegt daran, dass die Gradation und die davon abhängige Grauwertdifferenzierung beim Straight Black nicht nur durch die verwendete Papiergradation, sondern auch durch die Verdünnung der Arbeitslösung gesteuert werden kann.

Daher sind bei Verwendung von Straight Black durch die gewählte Kombination von Gradationswahl und Verdünnung wesentlich differenziertere Ergebnisse möglich als bei herkömmlichen Positiventwicklern.

Eine weitere Methode, die sich bei der Verwendung von Straight Black anbietet, ist die Zwei- oder sogar Mehrschalenentwicklung, wobei das Papier hintereinander in verschiedenen Verdünnungen „gebadet “ wird. Auch hier können einzigartige Ergebnisse resultieren.

Daher ist hier die Intuition des Fotografen sehr wichtig und macht diese besseren Ergebnisse erst möglich. Inwieweit dies automatisiert werden kann, haben wir unsere Zweifel, wobei Sie mit der besseren Reproduzierbarkeit der Ergebnisse natürlich recht haben.

Dennoch hat Ihre Idee vielleicht etwas für sich. Man könnte zumindest eine Standardverdünnung definieren und diese für eine Splitgrade-Eineichung verwenden. Dennoch wäre infolge der beschriebenen Zusammenhänge eine manuell hergestellte Vergrößerung oft besser und hätte einen eigenen individuellen Charme.

Jedenfalls werden wir dies mit Herrn Heiland diskutieren.

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