SPUR – Qualitätsentwickler für Markenfilme

In den letzten zehn Jahren haben die führenden Filmhersteller ihre Filmemulsionen stetig verbessert und deren Qualität auf ein Niveau gehoben, das vor 20 bis 30 Jahren noch nicht vorstellbar war. Ein Anreiz hierfür war die Konkurrenz zur Digitalfotografie, die in den letzten Jahren eine immer höhere Auflösung und damit eine sehr hohe Qualität erreicht hat.

SPUR Photochemie betreibt seit mehr als 20 Jahren bahnbrechende Forschungsarbeit im Bereich der Schwarzweiß-Negativ-Entwicklung und hat für die aktuellen Markenfilme innovative Entwickler konzipiert, die ein Maximum an Bildqualität ermöglichen und die spezifisch besten Eigenschaften dieser Filme zum Vorschein bringen.

Während analog aufgenommene Fotos über eine wesentlich feinere Tonwertabstufung verfügen und dadurch maßgeblich einen größeren Detailreichtum aufweisen als Digitalbilder, liegt die Auflösung nur bei kostspieligen Digitalkameras höher als bei modernen Filmen. Die Auflösung von Dokumentenfilmen, die in SPUR Modular UR New entwickelt wurden, konnte hingegen bisher von keinem Digitalsystem erreicht werden!

SPUR-Entwickler repräsentieren den letzten Stand der Schwarz-Weiß-Entwicklungstechnik. Im folgenden finden Sie einen Überblick über unsere nachgefragtesten Entwickler.

1. SPUR HRX

Feinkornentwickler

Hier handelt es sich um einen in erster Linie auf die Erzielung einer möglichst hohen Feinkörnigkeit optimierten Entwickler. Wenn also die Feinkörnigkeit und Homogenität geschlossener grauer Flächen (z. B. Himmelspartien) das wichtigste Ziel der gestellten fotografischen Aufgabe ist, sollte SPUR HRX der Entwickler der Wahl sein.

Der Nachteil von Feinkornentwicklern besteht üblicherweise darin, daß die Empfindlichkeit des verwendeten Filmmaterials nicht optimal ausgenutzt werden kann und daß Konturenschärfe und Detailkontrast durch das feine Korn so verschmiert werden, daß kein optimaler Schärfeeindruck entsteht.

Auch SPUR HRX kann die Filmempfindlichkeit nicht bei allen Emulsionen voll ausnutzen, bewirkt jedoch im Unterschied zu anderen Feinkornentwicklern eine hohe Schärfe und einen hervorragenden Detailkontrast. Zudem sorgt SPUR HRX durch die ideale Kurvenform dafür, daß auch bei weicher Entwicklung keine flauen oder „soßigen“ Bildergebnisse auftreten und daß bei steiler Entwicklung die Lichter immer gut kopierbar bleiben. Daher kann mit SPUR HRX optimal nach dem Zonensystem gearbeitet werden.

2. SPUR ACUROL-N

Hochverdünnbarer Akutanzentwickler

SPUR ACUROL-N ist ein hochverdünnbares, neuartiges Entwicklungsverfahren für Schwarzweiß-Filme, das in erster Linie auf möglichst hohe Schärfe und die Erzielung fein abgestufter Tonwerte optimiert ist. Bei der Entwicklung mit SPUR ACUROL-N kann der Bildausdruck des Negativs durch Wahl der Verdünnung und des Kipprhythmus stark beeinflußt bzw. verändert werden, wie dies auch bei Entwicklern wie dem klassischen Rodinal möglich ist.

Allerdings sind diese Eigenschaften klassischer Entwickler von SPUR stark verbessert worden. Im Vergleich zu Rodinal sind nicht nur Schärfe, Plastizität, Feinkörnigkeit sowie Verdünnbarkeit wesentlich höher, sondern auch die Kurve und das Kontrastverhalten, die als Schwäche des Rodinal galten (durchhängende Kurve bei den Mitteltönen, in den Lichtern viel zu steil), sind absolut optimiert worden, so dass ohne Probleme nach dem Zonensystem gearbeitet werden kann.

Die in der Entwicklungstabelle aufgeführten Entwicklungsparameter sind als Anhaltswerte zu verstehen, die zunächst einmal auch für Anfänger sehr gute Ergebnisse ermöglichen. Ausgehend von diesen Werten kann sich der erfahrene Anwender eigenständig bei den von ihm bevorzugten Filmen durch Variation der Verdünnung, des Bewegungsrhythmus, der Standzeiten sowie der Entwicklungszeiten Ergebnisse erarbeiten, die seinem individuellem Geschmack entsprechen.

3. SPUR Ultraspeed Vario

Spezialentwickler zum Pullen und Pushen

Das SPUR Ultraspeed Vario Entwicklungssystem ist ein neuartiges Push- und Pull-Entwicklungsverfahren, das die Belichtung und Entwicklung von Filmen mit fast beliebiger Empfindlichkeit erlaubt.

Völlig neu ist, dass vor allem im Pullbereich, in gewissen Grenzen jedoch auch im Pushbereich, bei einer gewählten Empfindlichkeit verschiedenste Kontrastbereiche zur Verfügung stehen. So stehen z. B. beim AGFAPHOTO APX 100 New bei einer gewählten Empfindlichkeit von ISO 25/15° alle Kontrastbereiche von „normal“ (N) bis hin zu „äußerst weich“ (N – 4) zur Verfügung. Die Kontraststeuerung erfolgt hier durch Änderung der Verdünnung und Änderung der Erstentwicklungs- und Zweitentwicklungszeiten. Die entsprechenden Parameter sind in der Entwicklungstabelle angegeben.

Bei herkömmlichen Push- und Pullentwicklern konnte bisher eine Kontraststeuerung nur über die Änderung der Empfindlichkeit erfolgen, d. h. je höher die gewählte Empfindlichkeit, desto höher der Kontrast, je niedriger die gewählte Empfindlichkeit, desto niedriger der Kontrast.

Daher konnte bisher bei geringem Motivkontrast eine geringe Empfindlichkeit (etwa um die Feinkörnigkeit zu verbessern) nicht gewählt werden, da sonst der resultierende viel zu niedrige Kontrast zu sehr flauen Negativen geführt hätte. Auch war beim Pushen ein hoher Motivkontrast bisher sehr hinderlich und führte zu völlig unzureichenden Tonwerten.

Alle diese Einschränkungen werden durch das neue SPUR Ultraspeed Vario-Verfahren völlig aufgehoben. Auch Schärfe, Detailkontrast und Körnigkeit sind wesentlich besser als bei anderen Entwicklern dieser Art.

4. SPUR SD 2525

Schärfeentwickler

Dieser Entwickler ist in erster Linie auf die Erzielung einer möglichst hohen Schärfe und die Erreichung eines ungewöhnlich hohen Detailkontrastes ausgelegt, wobei als zweites Ziel eine dann noch möglichst hohe Feinkörnigkeit erreicht wird.

Hier ist die Gewichtung also genau umgekehrt wie beim SPUR HRX. Erreicht wurde das Ziel dadurch, daß die Körnigkeit bei fast gleicher Feinheit wesentlich akzentuierter ist als beim HRX. Dadurch werden als Nachteil gegenüber HRX geschlossene Grauflächen nicht mehr ganz so homogen und feinkörnig dargestellt wie bei Verwendung des HRX.

Der Vorteil des SPUR SD 2525 gegenüber dem HRX besteht darin, daß die Einschränkung bezüglich der Ausnutzung der Filmempfindlichkeit etwas geringer ist und die erzielbare Schärfe sowie der Detailkontrast noch besser ist. SD 2525 ist bei gleicher Schärfe feinkörniger als ACUROL-N. Zudem wird auch hier bei einigen Emulsionen eine ungewöhnliche Plastizität des Bildes erreicht.

5. SPUR SLD

High-Speed-Entwickler

Dieser Entwickler ist in erster Linie auf eine möglichst hohe Ausnutzung der Filmempfindlichkeit optimiert. Hierbei werden folgende Nebenbedingungen verwirklicht:

  • Möglichst hohe Empfindlichkeitsausnutzung und hohe Schärfe bereits bei normaler bildmäßiger Gradation! Üblicherweise erreicht man beides bei hochempfindlichen Filmen erst bei steilerer Gradation, so daß die Tonwertdifferenzierung leidet.
  • Daraus folgend eine hervorragende Tonwertdifferenzierung und ein sehr guter Kontrastausgleich, die je nach Filmemulsion auch beim Pushen erhalten bleibt!
  • Eine ästhetische Kornstruktur, die in Relation zur erreichten Empfindlichkeitsausnutzung noch als relativ feinkörnig anzusehen ist, die aber selbstverständlich gröber ist als bei HRX oder SD 2525.
  • Sehr hohe Schärfe und ungewöhnlich hoher Detailkontrast!

SLD arbeitet auch bei hohen Empfindlichkeiten mit vielen Emulsionen kontrastausgleichend und relativ weich, was Ultraspeed Vario nur bei geringeren Empfindlichkeiten vermag.

6. SPUR NHC

Hochkontrastentwickler

SPUR NHC ist ein neuer, innovativer Hochkontrast-Entwickler für Schwarzweißfilme. Anwendungsgebiete sind die Entwicklung von Motiven mit geringem oder sehr geringem Motivkontrast (im Wald, während der Dämmerung, im Nebel usw.) sowie die Erzielung von grafischen Effekten mit reduzierten Tonwerten bei normalem oder höherem Motivkontrast.

Der Entwickler zeichnet sich durch folgende Eigenschaften aus: äußerst hohe, SPUR-typische Schärfe sowie hohe Auflösung in Verbindung mit einer für den erzielten Kontrast relativ hohen Feinkörnigkeit. Die Empfindlichkeitsausnutzung liegt je nach entwickeltem Kontrast mindestens bei Nennempfindlichkeit bis zu einer Blende darüber. Der Belichtungsspielraum ist in Anbetracht des hohen Kontrastes sehr gut.

Infolge der sorgfältigen Abstimmung der für eine gute Scanbarkeit wichtigen Eigenschaften wie Körnigkeit, Kantenschärfe, Callierquotient, geringer Schleier etc. lassen sich mit NHC entwickelte Negative problemlos einscannen. Bei den Beispielbildern auf unserer Webseite handelt es sich wohlgemerkt um Rohscans, die völlig unbearbeitet sind, wenn man von einer geringen Optimierung der Helligkeit bei einigen Bildern absieht!

7. SPUR Modular UR New

Entwicklungsverfahren für Hochauflösungsfilme

Es gibt seit einigen Jahrzehnten mehr oder weniger geglückte Versuche, hochauflösendes Schwarzweiß-Filmmaterial, das normalerweise für Zwecke der Dokumentation und Mikroverfilmung genutzt wird, auch für die bildmäßige Fotografie zu erschließen. Ein Motiv hierfür war der Wunsch, qualitativ hochwertige und hoch vergrößerungsfähige Negative auch mit kleineren Formaten, vor allen Dingen auch mit Hilfe der Kleinbildfotografie zu realisieren.

Beim Einsatz herkömmlicher Entwicklungsverfahren war früher die Verwendung von Dokumentenfilmen für die bildmäßige Fotografie mit folgenden Nachteilen verbunden: Geringe Empfindlichkeit, schlechte Tonwertwiedergabe, ungenügender Belichtungsumfang, eine entwicklungsbedingte Verschmierung des Diffusionslichthofes bei hohem Objektumfang, unsaubere Entwicklung (Schlieren und sonstige Artefakte), mangelnde Reproduzierbarkeit, Unverträglichkeit mit Netzmittelresten, schlechter Schärfeeindruck durch unzureichenden Detailkontrast bei geringen Motivkontrasten und/ oder geringen Vergrößerungsmaßstäben, geringer Dichteumfang, der beim Print satte Schwärzen und saubere Weißen nicht zuließ, geringe Haltbarkeit usw. Die meisten dieser Probleme galten bisher als hauptsächlich emulsionsbedingt und daher als durch Entwicklung nicht korrigierbar.

Da die bisherigen Entwicklungsverfahren für Dokumentenfilme diese Probleme nicht lösen konnten, waren beim Einsatz hochauflösenden Materials trotz der hohen Auflösung keine reproduzierbaren Ergebnisse mit konstant gleicher Qualität möglich. Obwohl im Einzelfall durchaus hervorragende Ergebnisse erzielt wurden, waren viele Anwender enttäuscht und wandten sich von der Hochauflösungsfotografie ab.

SPUR Modular UR New ist ein Baukastenentwickler zur bildmäßigen Entwicklung von hoch- bzw. höchstauflösenden Dokumentenfilmen, der all diese geschilderten Probleme beseitigt und eine einwandfreie bildmäßige Entwicklung der genannten Hochauflösungsfilme mit konstanten Ergebnissen bewirkt.

Veröffentlicht in Fotochemie, Hochauflösung, Schwarzweiß-Negativentwickler, Spezialentwickler, SPUR, SPUR ACUROL-N, SPUR Film, SPUR HRX, SPUR Modular UR New, SPUR NHC, SPUR Photo, SPUR SD 2525, SPUR SLD, SPUR Ultraspeed Vario
13 Kommentare zu “SPUR – Qualitätsentwickler für Markenfilme
  1. Gebhardt Gauss sagt:

    Hallo
    ich bin überrascht,
    ich habe heute einen Orthopan UR mit 32ASA belichtet, dann in Modular UR New entwickelt, PART A 2 mit 50ml und PART B 10ml auf 250ml angesetzt, Kippentwickelt….. Vorgang nach 4Min abgebrochen, weil ich meine Blindheit erkannt hatte, denn ich hatte den falschen Absatz gelesen……ich dachte, alles ist im Eimer….. o Wunder, der Film ist recht gut entwickelt…lässt sich sogar gut scannen…. vielleicht liest das Herr Schain…. ich meine, dass das ganze Fläschchen PART A2 nun leer ist und das andere noch voll…. nun ja, war ja das Testpaket……

    • SPUR sagt:

      Guten Abend Herr Gauss,

      das finden wir super interessant!

      Bitte schicken Sie einen Scan des Bilds – formlos – direkt an Herrn Schain (schain@spur-photo.com), der bereits im Bilde ist und den Fall persönlich untersuchen wird.

      Herzlichen Dank an Sie für die Mitteilung und einen schönen Abend noch wünscht Ihnen

      SPUR Photochemie

      • Gebhardt Gauss sagt:

        ich kann auch den Film schicken……

        • SPUR sagt:

          Dankeschön, das wäre sehr hilfreich 🙂

          • Gebhardt Gauss sagt:

            Morgen geht er zur Post

          • Gebhardt Gauss sagt:

            Ich behalte nur die ein paar Negative mit einem Portrait, es sei denn, Sie senden mir nach der Auswertung den Film zurück?

          • SPUR sagt:

            Den Film senden wir Ihnen selbstverständlich nach der Auswertung umgehend wieder zurück. Wenn Sie allerdings die Porträtnegative sofort benötigen, können Sie sie gern aus der Sendung herausnehmen. Die Untersuchung des Filmmaterials dauert wahrscheinlich einige Wochen, da wir die Entwicklung auch mit Tests nachvollziehen möchten. Wir würden uns freuen, wenn Sie uns möglichst genaue Belichtungs- und Entwicklungsangaben zukommen lassen könnten, da der Film diese Empfindlichkeit normalerweise nicht aufweist.

          • Gebhardt Gauss sagt:

            ich werde versuchen, alles zu rekonstruieren, jedenfalls sind die Ergebnisse weit besser als alles, was ich bisher mit ATP erlebt habe

  2. Gebhardt Gauss sagt:

    ich hab’s gerade zur Post gebracht……. habe im Begleitschreiben vergessen zu erwähnen, dass ich bei 21gradC eingefüllt hatte

    • SPUR sagt:

      Wir danken Ihnen für die Übermittlung Ihrer Beobachtung und werden durch die Sichtung Ihrer Negative und durch eigene Tests der Sache auf den Grund gehen. Das Ergebnis werden wir Ihnen übermitteln und auch auf unserer Webseite veröffentlichen. Nochmals vielen Dank!

      Heribert Schain

      • Gauss sagt:

        Gibt es was Neues?

        • Heribert Schain sagt:

          Nach einem ersten Test können wir bisher keine Empfindlichkeitserhöhung feststellen. Wir möchten aber dies noch genauer verifizieren. Zur Zeit können wir jedoch leider infolge der Photokinavorbereitungen die Sache nicht vertiefen. Wir bitten daher noch um etwas Geduld.

          • SPUR sagt:

            Lieber Herr Gauss,

            wir haben einen weiteren Testfilm gemacht und konnten keinerlei Empfindlichkeitserhöhung feststellen. Wir nehmen daher an, dass Sie zwar 32 ASA an Ihrem Belichtungsmesser eingetellt hatten, es dann jedoch aus von uns nicht nachvollziebaren Gründen zu einer Überbelichtung gekommen ist. Hierbei kann die Kurvenform sehr täuschen, da die Kurve in den mittleren Tönen einen Buckel aufweist und aus diesem Grund eine höhere Empfindlichkeit vortäuscht. Daher kann man durchaus mit 16 ASA bzw. sogar mit 20 ASA arbeiten, wenn auf die Details in den Schatten verzichtet werden kann. Eine echte Empfindlichkeitserhöhung in den Schattenpartien konnte von uns jedoch nicht festgestellt werden. Wir werden Ihnen Ihre Unterlagen in den nächsten Tagen zurücksenden.

            Mit freundlichen Grüssen,
            Heribert Schain

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